Die Forschung braucht Disruption

Zu „Exzellenz und Exzess“ - Emotionaler Rollercoaster: Die Max-Plank-Gesellschaft wird von neuen Mobbing-Vorwürfen erschüttert. Betroffen ist ein Leipziger Institut. (Von Thomas Thiel, F.A.Z. vom 22.08.2018)

Respekt den Wissenschaftlern, die sich an die Öffentlichkeit wandten, und an Herrn Thiel, die das offensichtliche Fehlverhalten der Leitungsfunktion sowie der Max-Planck-Gesellschaft so klar herausarbeiteten.

Die Vorkommnisse dem Harnack-Prinzip anzulasten, das einzigartige Freiheit für Verantwortliche bietet und exzellente Forschung als Gegenleistung erwartet, ist nur zum Teil rechtens. Schutzmaßnahmen für den Mittelbau, auch gegen den Widerstand der Direktoren, zu ergreifen, ist zu kurz gegriffen und führt niemals zu einer grundlegenden Veränderung der Situation. Das hierarchische Prinzip hat längst ausgedient und die Zusammenarbeit auf Augenhöhe ist in agilen Methoden bereits in vielen Unternehmen Realität. Die Macht einzuschränken, statt dem Team die Kompetenz zu geben, wirkt wie aus einer längst vergangenen Zeit. Solide Entscheidungsprozesse, die die Kompetenzen aller in das gemeinsame Ziel einfließen lassen, wären die zielführende Lösung.

Das zentrale Grundproblem von Forschung wird jedoch verschleiert. Phänomene, die der verfolgten Hypothese widersprechen, stören, werden geleugnet und manipuliert oder weg-gemobbt wie in Leipzig. Widersprüchliche Phänomene, zwischen Hypothese und gemessener Wirklichkeit, bergen die wirkliche Innovation. Diese Phänomene auf die Widerlegung einer Hypothese zu reduzieren, nimmt die Chance, über das in der Hypothese gefangene Denken hinauszugehen. Das noch nicht Gedachte könnte gedacht werden, wenn man sich dem Widerspruch stellt. Neue und disruptive Modelle würden erkennbar.

Für die Auflösung sich widersprechender Phänomene ist ein neuer Rahmen nötig, der eine höhere beziehungsweise neue Ebene schafft, in dem widersprüchliche Phänomene sich nicht mehr widersprechen. Emotionale Motive statt kognitiver würden die Empathie erklären. Wenn die einen sagen, Lernen ginge nur mit Schmerz, dann widerspricht das der moderneren Hypothese, Lernen gelänge mit Freude. Beides trifft in der Emotionslogik zu, ein Entweder-der führt nur zu den Phänomenen wie in Leipzig.

So ist auch die interdisziplinäre Forschung im goldenen Käfig eingesperrt, sie kommt in den bestehenden Strukturen über das in den einzelnen Disziplinen Gedachte nicht hinaus.

Herzlich Richard Graf

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