s207 Der Erklär-Bär – in bestimmten Phasen wirst Du gedacht

Erklär-Bär, KiE

Kennst Du den Moment, wenn Du zu spät zu einem Meeting kommst und Dich um Kopf und Kragen redest, warum Dir das passiert ist und dass Du eigentlich gar nichts dafür kannst? So ging es unseren Teilnehmern des Expertenseminars Master of DecisionMaking auch, nicht nur beim Zu-spät-Kommen, sondern auch, wenn alte Konzepte aufkamen, die darauf drängten, erklärt, begründet und gerechtfertigt zu werden.

Der Erklär-Bär

Wir benutzen unseren Intellekt, nur um zu erklären, zu begründen und zu rechtfertigen. Je nach unserer emotionalen Disposition und unseren gebildeten nePs (neuronale emotionale Programme) veranlasst das Emotionssystem einen Bewegungsimpuls, über den das Kognitionssystem ein kohärentes Weltbild kreieren muss. Unsere Teilnehmer haben der Kreation von kohärenten Weltbildern und Erklärungen den Begriff „Erklär-Bär“ geschenkt.

erklären begründen rechfertigen

Der freie Un-Wille

Mit der Erweiterung des Libet-Experiments um den Freien Un-Willen durch John-Dylan Haynes wurde die 2-System-Theorie verfestigt und gleichzeitig erkennbar, wo das Tor zum freien Willen ist.

Freier Unwille

KiE-DecisionMaking-Prozesse in der Praxis

Der Einsatz von KiE-DecisionMaking-Tools – Synonym für Entscheidungsprozesse – als alltagstaugliche Werkzeuge zur Bewältigung von individuellen sowie unternehmerischen Herausforderungen wurde im Seminar geübt und in Workshops verfestigt. Die Themen brachten die Teilnehmer aus ihrem persönlichen und beruflichem Umfeld ein.

Die Core-Tools für eine gemeinsam akzeptierte Bewertung, Lösungsorientierung, die bewusste Nutzung der Intuition sowie ein gemeinsames Verständnis und einen Priorisierungs- und Commitment-Prozess wurden durch die Teilnehmer vor dem Plenum demonstriert.

KiE-DecisionMaking tools

Agile Transformation verortet

Transformationsprozesse, insbesondere die digitalen und die agilen, erfordern Übergänge zwischen den tradierten und agilen Welten. In diesen Bereichen genauso wie zwischen den Bereichen müssen Entscheidungen sicher und zeitnah herbeigeführt werden. Im Workshop wurden die agilen Ceremonies (Events) mit den KiE-DecisionMaking-Tools verortet. 

Agile Transformation Refernzmodell

Zertifizierung zum Master of DecisionMaking

Um zu einem Master of DecisionMaking zertifiziert zu werden, beschrieben die Experten ein Phänomen wie zum Beispiel den Damásio-Versuch oder das Blindsehen und erklärten es mit der KiE-Trilogie. Jeder demonstrierte, wie man in einer Gruppe mit DecisionMaking-Prozessen eine gemeinsam getragene Entscheidung herbeigeführt. Der finale Schritt ist nun eine eigener Beitrag über ein selbst gewähltes Projekt im Rahmen von Entscheidungsmanagement beziehungsweise der Untrennbarkeit von Emotionen(E), Intuition(i) und Kognition(K). Die Beiträge werden der gesamten KiE-Community zur Verfügung gestellt.

Ausgerüstet mit den KiE-DecisionMaking Tools sowie den Grundlagen darüber, wie der menschliche Entscheidungsprozess abläuft, sind die Teilnehmer nun in der Lage, ihre Projekte mit neuem Wissen und Werkzeug anzugehen und KiE-DecisionMaking weiterzuentwickeln und anzupassen.

Wir freuen uns schon sehr auf die Ergebnisse.

Feedback der Teilnehmer

Die Teilnehmer bewerteten sowohl die Durchführung als auch den Nutzen für die praktische Arbeit mit „sehr gut“ und „exzellent“.

Feedback Expertenseminar

Mehr zur Artikelreihe Künstliche Intelligenz

Weitere Beiträge über künstliche Intelligenz und wie diese mit KiE erweitert werden kann findest Du nach den Quellen unten bei Schlagworte „Künstliche Intelligenz“.

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März 2020, Richard Graf und Elsa Graf

Wir benutzen unseren Intellekt, um unsere Entscheidungen im Nachhinein zu erklären, zu begründen und zu rechtfertigen.“ Richard Graf

Quellen:

GRAF, Richard. Die neue Entscheidungskultur: Mit gemeinsam getragenen Entscheidungen zum Erfolg. Carl Hanser Verlag München 2018.

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