s210 Künstliche Intelligenz mit der Logik der Emotionen erweitern

Wir haben zwei Entscheidungssysteme, die nach unterschiedlichen Logiken arbeiten. Folglich sollten beide Logiken in die Künstliche menschliche Intelligenz eingebaut werden

Braucht Künstliche Intelligenz die Logik der Emotionen? Bei einem Vortrag von Richard Graf vor der KI Community in Berlin wurden schnell dazu die Antworten gefunden. „Richard war am 23.01.2020 Gast Speaker bei der KI Community (www.kicommunity.de) und hat einen mitreißenden und interaktiven Vortrag gehalten. Standing Ovations! Danke, Richard“, schrieb Matthias Michael (Initiator der KI Community) über die Keynote: Künstliche Intelligenz mit der Logik der Emotionen erweitern.

Die Teilnehmer brachten dazu eigene erste Gedanken zu Emotionen und Künstlicher Intelligenz mit und bereicherten dadurch den interaktiven Vortrag. Durch die Ressourcenfrage fand in der KI Community an dem Abend rasch gemeinsames Lernen statt. Eine lautete: Wie weit glaubst Du, dass Emotionen bei Menschen relevant für Entscheidungen sind?

Eine Antwort darauf lieferte beeindruckend die kurze Ausführung durch Graf zum Libet-Experiment von 1979 und dem Vorläufer von Kornhuber/Deecke aus dem Jahr 1964, die beide zeigten, dass der Mensch nicht nur ein Entscheidungssystem hat, sondern zwei: das Emotionssystem und das Kognitionssystem. Diese verarbeiten Stimuli mit unterschiedlichen Logiken in unterschiedlicher Geschwindigkeit.

Je nach emotionaler Disposition, wie beispielsweise bei der Emotionssequenz von Mut, verhalten wir uns anders und kreieren andere Gedanken. Die Emotionen folgen einer anderen Logik als das Kognitionssystem, welches eher als rational bezeichnet wird.

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Auch Künstliche Intelligenz sollte daher berücksichtigen, dass Emotionen ausschlaggebend sind in jeder einzelnen Entscheidung sowie beim Denken und Handeln. Erst dann entsteht die Künstliche menschliche Intelligenz.

Die KiE-Trilogie aus Emotionen(E), Intuition(i), Kognition(K), ausgerichtet am menschlichen Entscheidungsprozess, ist universal einsetzbar. Dies hat auch die zweite Keynote von Hi Job gezeigt, da sich auch im MachineLearning die Emotionslogik leicht integrieren ließe, um auf die Emotionssequenz der Arbeitsuchenden zu achten und passende Stellenangebote zu finden.

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Februar 2020, Richard Graf und Elsa Graf

„Wir haben zwei Entscheidungssysteme, die nach unterschiedlichen Logiken arbeiten. Folglich sollten beide Logiken in die Künstliche menschliche Intelligenz eingebaut werden.“ Richard Graf

Quelle

GRAF, Richard. Die neue Entscheidungskultur: Mit gemeinsam getragenen Entscheidungen zum Erfolg. Carl Hanser Verlag München 2018.

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